Wir haben 55 Filzfarben im Programm. Eine Frage hören wir deshalb immer wieder, und sie lautet nicht „Hält der Filz?“, sondern: „Welche Farbe soll ich nehmen?“ Auf dieser Seite haben wir aufgeschrieben, was wir darauf antworten. Kein Lehrbuch, eher das, was sich bei uns zu Hause bewährt hat.
Erst hinschauen, dann aussuchen
Bevor du dich für eine Farbe entscheidest, lohnt sich ein ruhiger Blick auf den Ort, an dem der Untersetzer später liegen soll. Nicht auf das ganze Zimmer, nur auf diesen einen Platz. Welche Farbe hat die Tischplatte? Ist das Holz hell oder dunkel, eher gelblich oder eher rötlich? Was steht sonst noch da: weißes Geschirr, bunte Tassen, eine grüne Pflanze, ein Terrakottatopf?
Dann das Licht. Ein Tisch am Südfenster bekommt warmes, helles Licht, und Farben wirken dort kräftiger. Am Nordfenster ist das Licht kühler und flacher, dort werden Blau und Grau schnell etwas kühl, während Gelb, Ocker und Orange den Platz wärmer machen. Und abends, unter einer warmen Lampe, sehen alle Farben ein bisschen gelber aus als tagsüber. Wenn du die meiste Zeit abends am Tisch sitzt, ist das das Licht, auf das es ankommt.
Noch ein Punkt, den man leicht vergisst: Jeder Bildschirm zeigt Farben etwas anders an. Wir fotografieren unsere Filze so neutral wie möglich, aber ein Handy mit warmem Nachtmodus macht aus Lago schnell ein grünliches Türkis. Wenn du ganz sicher gehen willst, findest du weiter unten unseren kleinen Testtrick.
Wie viel Farbe verträgt ein Raum?
In der Einrichtung gibt es eine alte Faustregel, die oft „60-30-10“ genannt wird. Etwa 60 Prozent eines Raumes gehören einer Grundfarbe, meist Wänden, Boden und großen Möbeln. Rund 30 Prozent übernimmt eine zweite Farbe, zum Beispiel Sofa, Vorhänge oder Teppich. Und die letzten 10 Prozent sind Akzente: Kissen, Bilder, Vasen. Und eben Untersetzer.
Man muss das nicht nachmessen. Die Regel hilft aber, eine Sache zu verstehen: Untersetzer sind fast immer Akzent. Sie dürfen also kräftiger sein, als man sich das für ein Sofa trauen würde. Ein Mohnrot, das als Wandfarbe anstrengend wäre, ist als Kreis unter dem Weinglas einfach nur schön. Viele unterschätzen das und greifen aus Vorsicht zu Grau. Grau ist nicht falsch, aber oft verschenkt.
Warme und kühle Farben
Grob lassen sich Farben in zwei Gruppen teilen. Rot, Orange, Gelb und die meisten Brauntöne gelten als warm. Sie wirken nah, gemütlich und lebendig. Blau, Türkis, viele Grüntöne und Grau gelten als kühl. Sie wirken ruhiger, frischer und lassen Dinge ein wenig auf Abstand treten.
Für die Praxis heißt das: In einem kühlen, hellen Raum mit viel Weiß und Grau bringen warme Untersetzer Gemütlichkeit auf den Tisch.
Ocker
Mohnrot
Kamelhaar
Toffee
In einem Raum, der ohnehin schon warm ist, mit viel Holz, Kerzenlicht und vielleicht einer orangefarbenen Wand, sorgen kühle Töne für Gleichgewicht. Dann wird es nicht zu schwer.
Lago
Nachtblau
Pastell-Türkis
Tannengrün
Spannend wird es, wenn man beides bewusst mischt. Ein kühles Lago auf einem warmen Eichentisch ist eine unserer liebsten Kombinationen, weil sich die Farben gegenseitig zum Leuchten bringen.
Passend zum Holz
Der Tisch ist meistens der größte Faktor. Deshalb hier ein paar Erfahrungswerte, sortiert nach Holz und Oberfläche.
Helles Holz: Eiche, Birke, Esche, Kiefer
Helles Holz hat einen leicht gelblichen Grundton. Fast alle Farben sehen darauf gut aus, und genau das macht die Wahl schwer. Besonders frisch wirken Blau- und Türkistöne wie Lago, Pastell-Türkis oder Hellblau, weil sie das Gegenstück zum warmen Holz sind. Wer es skandinavisch mag, nimmt Wollweiß, Natur meliert oder Mittelgrau meliert. Und wer Wärme verdoppeln will, greift zu Ocker, Rosenholz oder Kamelhaar. Das wirkt dann sehr weich, fast wie ein Sommernachmittag.
Dunkles Holz: Nussbaum, geräucherte Eiche, Mahagoni
Auf dunklem Holz verschwinden dunkle Farben. Ein schwarzer oder dunkelbrauner Untersetzer ist dort kaum zu sehen, was schade wäre. Hier wirken helle und klare Farben am besten: Wollweiß und Natur geben einen ruhigen Kontrast, Sonnengelb und Orange setzen fröhliche Punkte, und ein tiefes Tannengrün sieht auf Nussbaum fast edel aus.
Weiß, Glas, Marmor und Beton
Neutrale, glatte Flächen sind eine Einladung für kräftige Farben. Auf einem weißen Tisch kann man Mohnrot, Nachtblau, Pink oder Apfelgrün nehmen, ohne dass es zu viel wird. Auf Glas lohnt es sich, den Untersetzer mitzudenken, weil man ihn von unten durch die Platte sieht. Melierte Töne haben hier ihren Auftritt, denn die feine Struktur macht den Filz von unten interessanter als eine glatte Fläche.
Grau und Anthrazit
Graue Tische und Arbeitsplatten sind häufiger, als man denkt. Grau verträgt sich mit allem, wirkt aber schnell nüchtern. Gelb und Orange holen Licht auf die Fläche, Rosé und Rosenholz machen sie weicher. Grau auf Grau funktioniert nur, wenn die Töne deutlich verschieden sind, etwa Hellgrau meliert auf einer Anthrazit-Platte.
Uni oder meliert?
Bei uns gibt es viele Farben in zwei Ausführungen: uni, also durchgefärbt in einem Ton, und meliert, mit feinen helleren und dunkleren Fasern. Den Unterschied sieht man erst aus der Nähe, er verändert aber die Wirkung deutlich.
Unifarben sind klar und grafisch. Sie passen zu modernen, aufgeräumten Räumen, zu glattem Geschirr und zu allem, was eine ruhige Linie hat. Melierte Farben wirken weicher und lebendiger, fast wie ein Wollstoff. Sie passen gut zu Holz, Leinen, Keramik und Pflanzen. Und ganz praktisch: Auf meliertem Filz fallen ein paar Krümel weniger auf.
Rot
Rot meliert
Lago
Lago meliert
Unser Tipp, wenn du dich nicht entscheiden kannst: Nimm für die großen Platzsets einen melierten Ton und für die kleinen Glasuntersetzer den passenden Uniton. Das sieht durchdacht aus und ist gleichzeitig unkompliziert.
Drei Arten, Farben zu kombinieren
Sobald mehr als ein Untersetzer auf dem Tisch liegt, stellt sich die Frage, wie die Farben zusammenspielen. Es gibt dafür keine richtige Antwort, aber drei Wege, mit denen man fast nie danebenliegt.
1. Ton in Ton
Du nimmst Farben aus derselben Familie, also zum Beispiel Rosé, Rosenholz und Rosenholz meliert. Oder Hellblau, Mittelblau und Nachtblau. Das ist die ruhigste Variante. Sie wirkt elegant und lässt Geschirr und Essen im Vordergrund. Gut für Menschen, die Farbe mögen, aber keine Unruhe.
2. Nachbarn im Farbkreis
Stell dir den Farbkreis aus dem Kunstunterricht vor. Farben, die dort nebeneinander liegen, vertragen sich fast immer: Gelb und Orange, Türkis und Grün, Lila und Pink. Auf dem Tisch ergibt das ein harmonisches, warmes oder frisches Bild, je nachdem, welche Seite des Kreises du wählst. Eine schöne Kombination für den Sommer ist Sonnengelb, Orange und Ocker. Für ein ruhiges Grün: Pistazie, Apfelgrün und Olive.
3. Gegenüber im Farbkreis
Das ist die mutigste Variante. Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen, verstärken sich gegenseitig: Blau und Orange, Lila und Gelb, Rot und Grün. Wichtig ist hier, dass nicht beide gleich laut sind. Nimm eine Farbe als Hauptton, zum Beispiel Nachtblau für alle Platzsets, und die andere nur als kleinen Akzent, etwa Orange bei den Glasuntersetzern. Dann leuchtet es, ohne zu schreien.
Nachtblau
Orange
Lila
Gelb
Pflanzen, Töpfe und Fensterbank
Unter Blumentöpfen sind Untersetzer besonders dankbar, weil Pflanzen schon eine starke Farbe mitbringen: Grün. Grün unter Grün kann schön sein, verschwimmt aber leicht. Wer die Pflanze betonen möchte, wählt eine Farbe, die sich vom Laub abhebt. Rosé, Rosenholz und Pink lassen sattes Grün regelrecht aufleuchten. Wollweiß und Natur geben der Pflanze einen ruhigen, hellen Rahmen.
Auch der Topf spielt mit. Zu Terrakotta passen Lago, Hellblau und Natur besonders gut, weil Blau das warme Orange des Tons ausgleicht. Zu weißen Keramiktöpfen kannst du fast alles nehmen. Zu schwarzen Töpfen wirken helle oder sehr kräftige Farben am besten, etwa Sonnengelb oder Pastell-Türkis.
Eine Fensterbank wirkt ruhiger, wenn alle Untersetzer dort dieselbe Farbe haben, auch wenn die Töpfe verschieden groß sind. Nimm einfach verschiedene Durchmesser in einer Farbe, zum Beispiel Ø 15 und Ø 20. Das bringt Ordnung in eine Reihe unterschiedlicher Pflanzen, ohne dass man neue Töpfe kaufen muss. Und falls eine Katze die Fensterbank als ihr Revier betrachtet: Plan einen Untersetzer mehr ein. Sie liegt erfahrungsgemäß am liebsten genau auf dem, der eigentlich für die Pflanze gedacht war.
Am Schreibtisch
Der Schreibtisch ist ein Ort, an dem man viel Zeit verbringt und selten über Farbe nachdenkt. Dabei reichen ein, zwei farbige Dinge, damit er sich persönlicher anfühlt. Ein Untersetzer unter der Kaffeetasse, ein größerer eckiger als Unterlage für die Maus, ein Kugelschreiber in derselben Farbe. Mehr braucht es nicht. Außer vielleicht einer klaren Absprache mit der Katze, die sich am liebsten genau zwischen Tastatur und Maus legt.
Für konzentriertes Arbeiten mögen viele eher ruhige Töne wie Nachtblau, Tannengrün, Lago meliert oder Mittelgrau meliert. Wer morgens einen kleinen Schubs braucht, nimmt Gelb, Orange oder Pink. Unseren LIBO-Kugelschreiber gibt es in 28 Farben, viele davon passen gut zu den Filzfarben. Zusammen ergibt das eine kleine Farbwelt auf dem Tisch, die man jeden Tag sieht.
Kleine Räume, Küche und Frühstückstisch
In kleinen Räumen haben viele Angst vor Farbe, weil sie den Raum angeblich kleiner macht. Bei großen Flächen stimmt das manchmal. Bei kleinen Akzenten ist es eher umgekehrt: Ein paar klare Farbpunkte geben dem Auge Halt und lassen einen kleinen Raum aufgeräumter wirken. Wichtig ist nur, dass die Farben sich wiederholen. Zwei gelbe Untersetzer auf dem Tisch und einer unter der Pflanze am Fenster wirken wie ein Plan. Fünf verschiedene Farben an fünf Stellen wirken wie Zufall.
In der Küche und am Frühstückstisch sind Untersetzer vor allem im Einsatz: unter der Kaffeekanne, der Teekanne, der Müslischale, dem Brotkorb. Hier lohnen sich mittlere, eher melierte Töne, weil sie im Alltag gelassener mit Krümeln und Kaffeespritzern umgehen. Wer morgens wach werden will, nimmt Sonnengelb oder Orange. Wer es gemütlich mag, Toffee oder Kamelhaar. Und für die offene Küche, die gleichzeitig Wohnzimmer ist, empfehlen wir, die Farben der Untersetzer an etwas anzulehnen, das man vom Sofa aus sieht, zum Beispiel an ein Kissen oder ein Bild. So verbinden sich die beiden Bereiche, ohne dass man darüber nachdenken muss.
Ein letzter Gedanke zu kleinen Tischen: Auf einem Bistrotisch für zwei sind zwei große Platzsets schnell zu viel. Hier reichen oft zwei Untersetzer mit Ø 20 oder 20 × 20 cm für die Frühstücksteller und zwei kleine für die Tassen. Das lässt Platz für die Zeitung und die Marmelade.
Farben nach Einrichtungsstil
Nicht jede Wohnung lässt sich in eine Schublade stecken, und das ist auch gut so. Trotzdem hilft es manchmal, vom Stil auszugehen. Hier ein paar Richtungen, die wir oft sehen.
Skandinavisch und hell
Viel Weiß, helles Holz, Leinen, ein paar Pflanzen. In solchen Räumen funktionieren Natur meliert, Mittelgrau meliert und Wollweiß als ruhige Basis. Damit es nicht zu brav wird, darf ein Akzent dazukommen: Lago, Ocker oder ein sanftes Rosenholz. Genau diese Mischung aus Ruhe und einem Farbklecks ist das, was wir mit „Hygge, aber bunt“ meinen.
Japandi: ruhig, warm und natürlich
Japandi verbindet japanische Zurückhaltung mit skandinavischer Gemütlichkeit: helles und dunkles Holz, Leinen, Keramik und wenig Deko. Dazu passen gedeckte Filztöne wie Wollweiß, Kamelhaar, Natur, Dunkelgrau meliert, Braun meliert oder Olive. Mehr dazu, mit Wohnbildern und Farbbeispielen, steht in unserem Ratgeber zum Japandi-Stil.
Modern und klar
Glatte Fronten, Schwarz, Weiß, vielleicht Beton oder Metall. Hier wirken Unifarben stärker als melierte. Schwarz auf Weiß ist grafisch und streng, ein einzelnes Mohnrot oder Apfelgrün daneben macht den Raum sofort zugänglicher. Eckige Untersetzer passen zu diesem Stil oft besser als runde.
Warm, gemütlich, ein bisschen Boho
Rattan, Teppiche mit Muster, Kissen in Erdtönen, viele Pflanzen. Hier fühlen sich Toffee, Kamelhaar, Ocker, Olive und Bordeaux wohl. Wer es lebendiger mag, mischt Pink oder Orange dazu. Die Blumenform passt zu diesem Stil besonders gut, weil sie die weichen Linien aufnimmt.
Landhaus und Altbau
Dielenboden, alte Möbel, Geschirr mit Geschichte. Gedeckte, etwas dunklere Farben wirken hier stimmig: Tannengrün, Nachtblau, Pflaume, Bordeaux. Auf hellem Altbaudielenholz darf es auch mal ein Pastell-Flieder sein, das sieht dann fast nach Großmutters Garten aus.
Für Feste und Gäste
Wenn Besuch kommt, wird der Tisch zur Bühne. Untersetzer sind dabei eine praktische Abkürzung, weil sie ohne Tischdecke einen festlichen Rahmen geben. Ein paar Ideen, die sich bewährt haben:
- Weihnachten: große Platzsets in Tannengrün, Glasuntersetzer in Rot. Mit Kerzen und ein paar Zweigen braucht der Tisch kaum mehr Deko.
- Ostern: Pastell-Grün und Sonnengelb, gern in der Blumenform. Dazu ein paar Eier in Weiß, fertig.
- Geburtstag: jede Person eine eigene Farbe, das Geburtstagskind bekommt die kräftigste. Wer sich beschwert, hat nächstes Jahr wieder Geburtstag.
- Sommerabend auf dem Balkon: Orange, Lago und Apfelgrün. Nach dem Essen kommen die Untersetzer wieder rein, dann bleiben die Farben lange frisch.
Für Feste lohnt es sich, einmal ein Set in einer festlichen Farbe zu haben und es nur zu diesen Anlässen herauszuholen. Dann wird der Tisch zum Ritual, und alle wissen sofort: Heute ist ein besonderer Abend.
Farbe und Stimmung, ohne Esoterik
Über Farbpsychologie wird viel geschrieben, und nicht alles davon hält einer genaueren Prüfung stand. Dass eine bestimmte Farbe uns automatisch hungrig, ruhig oder kreativ macht, ist so pauschal nicht richtig. Was man aber gut beobachten kann: Farben verändern, wie ein Raum auf uns wirkt. Helle, warme Töne lassen einen Platz einladender erscheinen. Dunkle, kühle Töne geben ihm Tiefe und Ruhe. Kräftige Farben ziehen den Blick an, gedeckte Farben lassen ihn weiterwandern.
Am wichtigsten ist ohnehin, dass dir die Farbe gefällt. Wenn du jedes Mal ein bisschen lächelst, wenn du die gelben Untersetzer auf dem Tisch siehst, dann ist Gelb die richtige Wahl. Egal, was irgendeine Regel sagt.
Mit den Jahreszeiten wechseln
Untersetzer sind die einfachste Möglichkeit, einen Raum zu verändern, ohne umzuräumen. Viele haben zwei oder drei Sätze und tauschen sie mit den Jahreszeiten. Ein paar Ideen dafür:
- Frühling: Pastell-Grün, Pastell-Flieder, Baby-Rosa und Baby-Blau. Leicht, hell und ein bisschen verspielt.
- Sommer: Sonnengelb, Orange, Lago und Pastell-Türkis. Dazu weißes Geschirr und Gläser mit Zitronenwasser.
- Herbst: Ocker, Bordeaux, Olive und Toffee. Die Farben von Laub, Kürbis und Pflaumenkuchen.
- Winter: Tannengrün, Rot, Wollweiß und Nachtblau. Klassisch, warm und mit Kerzenlicht besonders schön.
Wer nicht ständig wechseln möchte, nimmt für den Alltag einen neutralen Satz in Natur meliert oder Mittelgrau meliert und legt nur zu besonderen Anlässen die bunten dazu.
Die häufigsten Fragen
Kann ich mehrere Farben auf einem Tisch mischen?
Ja, unbedingt. Damit es nicht unruhig wird, hilft eine einfache Grenze: höchstens drei Farben pro Tisch, oder eine Farbe pro Person. Bei einer Farbe pro Person findet außerdem jeder sein Glas wieder.
Welche Farbe ist am pflegeleichtesten?
Mittlere und melierte Töne. Ganz helle Farben wie Wollweiß zeigen Flecken eher, ganz dunkle wie Schwarz zeigen helle Fusseln und Wasserränder. Mittelgrau meliert, Natur meliert, Lago meliert oder Braun meliert sind im Alltag am unkompliziertesten.
Ist das Weiß wirklich weiß?
Unser Weiß ist ein natürliches, leicht gebrochenes Weiß und kein Reinweiß. Daneben gibt es noch Wollweiß, das etwas wärmer und cremiger ist. Neben strahlend weißem Porzellan sieht man den Unterschied, auf Holz wirken beide sehr ruhig.
Welche Farbe verzeiht Tierhaare am ehesten?
Eine, die ungefähr so aussieht wie das Tier. Klingt nach Witz, ist aber der ehrlichste Tipp, den wir haben. Helle Haare fallen auf Natur meliert, Sand oder Muschel kaum auf, dunkle eher auf Braun meliert, Dunkelgrau meliert oder Nachtblau. Melierte Töne sind generell gnädiger, weil die feine Struktur einzelne Haare schluckt. Und mit einer Fusselrolle ist der Filz in ein paar Sekunden wieder sauber.
Ich habe schon bunte Tassen und Teller. Was nun?
Dann nimm für die Untersetzer eine Farbe, die in allem ein bisschen steckt, oder eine ruhige Basis. Natur meliert, Sand und Mittelgrau meliert halten bunte Sammlungen zusammen, ohne mit ihnen zu konkurrieren.
Unser Testtrick
Wenn du zwischen zwei oder drei Farben schwankst, bestell zuerst je einen kleinen Glasuntersetzer mit Ø 10 cm in jeder Farbe. Leg sie ein paar Tage an den Platz, an dem später die großen liegen sollen, morgens, mittags und abends. Meist ist die Entscheidung nach dem ersten Abendessen klar. Die kleinen Untersetzer sind danach nicht übrig, sondern landen unter Gläsern, Kerzen oder der Kaffeetasse am Schreibtisch.
Und wenn du lieber mit jemandem darüber sprichst: Schreib uns an info@biasto.de, gern mit einem Foto von deinem Tisch oder deiner Fensterbank. Wir schauen es uns an und sagen dir, was wir nehmen würden.